Wenn nicht viel passiert, kann man nicht viel erzählen. C’est pourquoi il y a seulement peu sur semaine 14 et un peu plus sur semaine 15. Enjoy.
Montag: 07.07.08
Regen in Brüssel. So sieht anscheinend belgischer Sommer aus. Jeden Tag Wolken, viel Regen und relativ kühl. Eher wenig Sonne. Gewöhn dich schon mal dran. Straßburg Woche, daher im Büro die ganze Woche eher weniger zu tun. Ich fange an endlich etwas fürs Medienprojekt zu machen. Der Plan: In der Sommerpause möglichst viel dazu schreiben und bald abgeben. Fragebögen sind anscheinend auch endlich in Umlauf. Bin gespannt auf die Reaktion. Sonst passiert wenig. Gehe nachhause, ausruhen.
Dienstag: 08.07.08
Pretty much the same every day this week. Verbünde mich mit dem Alvaro Praktikanten. Wir planen uns einem Ausflug zum Nato SHAPE Quartier nächste Woche anzuschließen. Good opportunity to see this building as well. Weiter Regen in Brüssel. Meine Laune daher auch eher mittelmäßig.
Mittwoch: 09.07.08
Monsieur Sarkozy dans le parlament à Strasbourg. Ich verfolge das ganze online. Reden kann er ja. Je l’écoute en francais et je comprends très bien ce qu’il dit. Mieux que j’ai attendu. Mais néanmois je ne suis pas encore la plus grande supportrice de Nicolas. Das Parlament gibt seine Kommentare zu ihm und der französischen Ratspräsidentschaft ab. Ziemlich lustig wie sich einige Leute mal wieder in Rage reden. Schulz aufbrausend, Cohn-Bendit außer Atem und Le Pen nur alt und tattrig. Je m’amuse.
Donnerstag: 10.07.08
Pretty much the same again. Regen, Arbeit. Abends wage ich mich mal wieder in das Brüsseler Leben. Mit dem Holländer an der Börse im Regen treffen und was trinken gehen. Jus frambois et mangue, ce n’est pas mal. Nach der Sonnenwoche und dem abwechslungsreichen Berlin ist Brüssel diese Woche etwas deprimierend. Aber das bessert sich so langsam wieder. Zu hören gabs die Tage komische Familiengeschichten, wobei ich mich nicht entscheiden kann, welche ich krasser finde: die, in der der Vater die Mutter für eine zwanzig Jahre jüngere Frau verlässt und die Mutter anderthalb Jahre braucht um darüber hinwegzukommen oder die, in der sich die Eltern trennen und der Vater danach mit einem Mann den Rest seines Lebens verbringt. C’est la vie obviously.
Freitag: 11.07.08
Noch 2 Wochen, dann ist Sommerpause. Roman stellt für mich einen Antrag, dass ich auch im August ins ausgestorbene EP komme. Er wird als einziger auch da sein. Arbeiten: alles, wozu man sonst nicht kommt. Ich handle mit ihm aus, was für die Uni machen zu dürfen. Wir werden wohl das Büro entrümpeln, Sachen abheften und Rallys durch die Gänge des EP veranstalten. Ja warum eigentlich nicht? Platz genug ist. Abends auf einen Cocktail mit Marco und Grisha in ein Pub um die Ecke. Très gentil. Unbedingt merken: die Pizzeria am Place Boniface. Wir demnächst getestet. Mein Regenschirm bleibt im Pub. Schade, hat ihm wohl nicht gefallen bei mir.
Samstag: 12.07.08
Spontan ist gut. Fahre mit Tina nach Leuven. Kleine Stadt 20 min von Brüssel. Die Sonne scheint mal etwas. We’re watching old people listening to Blasmusik. Gehen shoppen im Sommerschlussverkauf und danach Essen in einer Brasserie. Flämische Menschen texten uns auf deutsch zu. Lustig aber reicht dann auch wieder. Zum Abschieds gibt’s noch gaufre avec glace. Schöner Ausflug. Abends lädt Marja die Finnin mich ein, mit auf eine Party bei einem Schweden zu kommen. Pourquoi pas. Hab eh nichts besseres zu tun. Mit der Tram ins schöne Viertel St. Gilles. Nette Kneipen, Restaurant uns tolle Häuser. Das Horta Haus ist dort in der Nähe. Viel öfter war ich allerdings noch nicht dort. Wird sich ändern. Die Wohnung ist der Wahnsinn. Vier Meter hohe Decken. Wahnsinnig viel Platz. Nette Leute. Nicht nur Skandinavier, aber viele. Ich treffe auf drei bis vier Finnen, zwei Schweden, einen Belgier, drei Deutsche, eine Schottin, einen halbFinnenhalbEngländer,…belgische Internationalität. Sehr gastfreundlich und angenehm. Schön ist, mit der Finnin sich auf französisch zu unterhalten und vom frankophonen Belgier dafür gelobt zu werden. Haha.
Sonntag: 13.07.08
Genauso gastfreundlich und nahezu im selben Viertel geht’s weiter. Brunch bei Eva, der österreichischen Kollegin von Olli. Die zweite Hammerwohnung an diesem Wochenende. Top eingerichtet, mit Balkon und riesengroß. Traumhaft. Genauso wie der Brunch. Es gibt alles und dazu noch Palatschinken und echten österreichischen Charme. Sonne auf dem Balkon und interessante Einblicke in österreichische Politikgeschichten. Ich bleibe lange. Danach nach Hause, eine Runde durch den Park und mit Deutschland telefonieren. Abends verbringen Tina und ich noch Zeit mit History Boys vor dem Fernseher. Ganz gutes Wochenende.
Montag: 14.07.08
Britta mal wieder im Haus. Schön. Ich habe wieder viel zu tun und die Zeit geht schnell vorbei. Ich bereite das YGL Forum für Dienstag und Mittwoch noch ein wenig vor und renne von einem Ort zum anderen. Denn für die Young Global Leaders muss alles stimmen. Zu meinen Freunden im Parlament gehören inzwischen schon: Ivan, der Spanier aus dem Supermarkt, bei dem ich fast jede Woche wahlweise Wasser, Saft, Zigaretten, Schokolade oder sonstiges für die Bürojungs besorge, sowie die Jungs aus der Imprimerie, die ich schon oft genug mit meinen Sonderwünschen genervt habe, der eine Guard am Eingang Place Lux, der sich freut, wenn man freundlich ist und inzwischen wohl meine komplette Gürtelsammlung kennt, die Damen bei der Post, die notorisch unfreundlich und unglaublich langsam sind, sowie einer der Kantinenangestellten, der mich jedes Mal mit Bonjour Madame anspricht. Ja, ich bin defintiv schon etwas länger hier.
Dienstag: 15.07.08
Highlight des Tages. Fahre mit Britta zur Welcome Party des YGL Treffens im Atomium. Silvana ist Mitglied bei den YGLs, die junge Generation des World Economic Forum. Junge Leader treffen sich ab und zu zum Austausch. Diesmal in Brüssel unter Silvanas Leitung. Erste Event dazu heute Abend im Atomium. Marco legt auf. Der Rest des Büros darf auch mit. Merci. Seh ich das Teil auch mal von innen. In einer der Kugeln gibt’s dann ein paar Vorträge, Essen und Musik. Nachts fangen die Kugeln an zu blinken. Sollte man mal gesehen haben.
Mittwoch: 16.07.08
Früh aufstehen. Ich helfe mit und betreue die YGLs mit. Heißt morgens am Hotel sein, Schildchen verteilen, die Leute später zum EP geleiten, dort in einem Raum abholen und zum andern führen, schauen, dass keiner verloren geht, sich kümmern, organisieren etc. Feels like babysitting for grown ups. Abends dann noch auf ein paar Bier ins Old Oak. War ich noch nie. Ganz nett. Mal wieder viele Skandinavier da. Unter anderem Leute vom letzten Samstag. Nice talking to people with a crappy sense of humour and a body covered in tatoos.
Donnerstag: 17.07.08
A lot work to do. Mache nächste Woche Urlaubsvertretung für Britta. Erste Instruktionen. Begleite Silvana zu zwei Fernsehaufzeichnungen im Keller des EP und habe mal etwas mehr Kontakt zu ihr. Merci. Komme mal wieder nicht zu dem, was ich eigentlich machen wollte. Amüsiere mich mit Roman dafür noch über alte Fotos. Gehe nach Hause und in den Park im Regen eine Runde laufen. Telefonieren mit zuhause und mich freuen auf nächste Woche.
Freitag: 18.07.08
Noch keine Pläne wirklich fürs Wochenende. Möglichkeiten wären ein Festival in Gent, eine Party am Samstag mit dem Titel SSSD, Stopp suffering start dancing, oder ganz was andres. On verra. Olli verabschiedet sich, seine Zeit ist auch um. Die Praktikantenzahl über den Sommer verringert sich drastisch. Ich bereite Silvanas Baden-Württemberg Reise inhaltlich mit vor und freue mich über das lange Wochenende. Frei am Montag, da belgischer Nationalfeiertag. Obwohl das Land mal wieder in der Krise steckt. Zu feiern haben die Belgier im Moment wohl eher weniger. Steht zumindest in der Süddeutschen. Denn in der Stadt selbst bekommt man davon weniger mit. Ich gehe relativ spät erst nach Hause und verabrede mich mit dem Schweden und seinem deutschen Freund auf ein Bier. Wir treffen uns bei Athenee. Schön, da war ich schon Ewigkeiten nicht mehr. Zu Mirjams Zeiten noch. Leider wird die Kirche renoviert und die Liegestühle mussten Bauarbeiten weichen. Danach gehen wir noch auf ein sehr komisches Minifestival unterhalb des Palais Justice. Recyclart ou quelque chose comme ca. Weird music and weird people. But fun nevertheless.
Samstag: 19.07.08
Being busy on Saturdays. Having breakfast at Pain quotidien. Haven’t been there in a while. Walking through the rain again. Going jogging in the park, food shopping for the weekend, calling Ennum because it’s her birthday and suggesting to go out to have some sushi. Sushi ist der Wahnsinn. Ich mag dieses Essen. It’s fabulous. Walking through St. Gilles at night and enjoying the not rainy evening.
Sonntag: 20.07.08
Three more days. Hehe. Today I went to a market, had coffee et un pain au chocolat in a happy crappy place, watched too many videos on youtube and the first three episodes of She-Ra as well as the Indiana Jones movie, had finally again some pizza from Mamma Roma and enjoyed having not to worry about anything at all. It definetly was a really good weekend. Next week: Day off, work, birthday, work, NATO, weekend. Maybe visiting the rock n roll exhibition, having icecream with Tina in that place she knows, shoeshopping, clothes washing, doing some sport, celebrating with collegues and friends and continuing having a really good time in Brussels. I still like it a lot here. It was definetly a really good idea to come here.
- dunkle wolken über brüssel
- grand place leuven
- tina
- good match
- leuven
- old people listening to blasmusik
- random street
- me in the atomium
- construction from '58
- sparkles
- tolles haus nummer 2345
- bored












Juli 21, 2008 at 9:48 Uhr vormittags
Ein Hallo von mir! Bin jetzt up to date. Es passiert wie immer einiges bei dir, das ist schön
Bei mir ists ruhiger, ich arbeite täglich von zuhause aus.. Übersiedelung hat alles funktioniert, war aber wahnsinnig stressig. Sonst gehts mir gut, alles weiter hoffentlich demnächst in einer e-mail.. Am Mittwoch dein Geburtstag? Lieben Gruß aus dem wechselnd bewölkt/sonnigen Wien!