In der ich neue Freunde finde, mich sex and the city begeistert, ich beschließe mich nicht mehr lächerlich zu machen und partys verpasse wegen übler magenverstimmung. Die details dazu lasse ich lieber weg.
Montag: 02.06.08
Arbeitstechnisch tut sich die Woche nichts bahnbrechend neues. Meiner Berlinexkursion steht laut Marco nichts mehr im Wege. Yeah. Jetzt müssen nur noch Details geplant werden. Ein Flug, eine Unterkunft, die Dekadenz ist schon geplant. Ich freu mich riesig. Bis dahin aber noch tolle Momente in Brüssel. Mittags geh ich mit Charlotte und Manel, auch zwei FDP Praktikantinnen essen. Lerne dort Olli und Thomas kennen. Mit all denen werde ich noch meine restliche Woche verbringen. Grüne und gelbe Praktikanten. Passt. Abends hole ich Manel eher aus ihrem Büro und wir gehen zu ihnen nach Hause. Die 2 Mädchen wohnen auch zusammen. Dort wird gekocht und Bier getrunken. Sehr lustig und nett.
Dienstag: 03.06.08
Schwierigste Aufgabe des Tages. Ein Bahnticket mit Plätzen im Kinderabteil eines deutschen ICE von Brüssel aus zu buchen. Nicht für mich natürlich. Schwierige Geschichte. Ich versuche es zuerst bei der deutschen Bahn telefonisch. Die können aber, da wir hier im Ausland sind, nichts wirklich machen. Maximal zuschicken und das würde zu lange dauern. Dann probier ich es im hauseigenen Reisebüro. Der Mann, Luca, glaub ich, sehr nett. Hilft mir auch weiter. Roman will trotzdem, dass ich auch noch zum Gare Luxembourg um die Ecke gehe und nachfrage, da der Preis ein anderer ist, als am Telefon. Ich hasse sinnlose Aktionen. Mach es aber trotzdem. Der Typ dort hat aber augenscheinlich keine Ahnung. Belgische Gemütlichkeit. Ich erkläre auf französisch. Noch ein anderer Preis. Ich verwirrt. Rufe wieder Roman an. Zurück ins EP und zum Reisebüro. Nehme dann doch dort das Ticket. Puuh. Anstrengend. Fürs nächste Mal weiß ich Bescheid. Tip: Bitte alle alle Informationen vorab geben lassen. Und noch mehr, für widrige Umstände. Abends geh ich erschöpft nach Hause. Schaue mir mit Tina Gavin & Stacey an. Witzige britische Serie.
Mittwoch: 04.06.08
Abendplanung: Mal wieder zu Charlotte und Manel. Kochen und Biertrinken. Olli und Berthold, Manels neuer Praktikant. Tut mir leid, aber wer im 21. Jahrhundert nennt sein Kind noch Berthold? Mitleid. Er ist auch bis Ende September da und meinte wir werden gute Freunde über den Sommer. Na mal abwarten. Wir haben auf jeden Fall alle Spaß. Und nach dem der junge Praktikant gegangen ist spielen wir Polly Pocket Uno. Ich dachte schon meine Spongebob Version ist verrückt. Aber diese rosa, lilafarbene metrosexuelle Ausgabe des Spiels toppt es noch. Netter Abend. Thanks.
Donnerstag: 05.06.08
Heute eher im EP als sonst. Seminar zu Lisbon Treaty steht an. Keyspeaker: Silvana Koch-Mehrin. Roman und ich empfangen die Gäste am Eingang. Ich stehe da wie verwirrte Leute am Flughafen mit einem Schildchen und dem Namen der Veranstaltung drauf. Wir geleiten die Leute zum Raum. Ich bleibe dort und höre es mir an. Lisbon Treaty. Chance or Failure? Irland entscheidet nächste Woche. Wenn das negativ ausgeht, wird es ganz schön blöd für alle. Und das Spiel beginnt von vorn. Bleibt spannend. Ich seh ihn eher als Chance. Natürlich gibt’s genug Kritikpunkte. Wichtigste Aussage: Menschen für Europa begeistern und in Entscheidungsprozesse mit einbeziehen. Nicht nur die Iren. Alle. Damit alle Europa erleben können. Danach mache ich nicht mehr soviel. Abends bin ich mit Tina und ihrer neuen Praktikantin zum Sex and the city Film schauen verabredet. Ich freu mich. Riesig. Wir treffen uns in de Brouckère. Ein tolles Kino. Ohne anstehen und freie Sitzwahl, da wir sehr früh da sind. Toll. Der Film ist großartige Unterhaltung. Zweieinhalbstundenlang. Ich hab gelacht und auch ein bisschen geweint und war danach noch hin und weg. Wundervoll. Genauso muss kino sein. Eine gute Fortsetzung zu den Staffeln. Merci an Carrie und co.
Freitag: 06.06.08
Das Büro hat nicht wirklich Lust zu arbeiten. Marco und ich unterhalten uns erstmal über die Wochenendplanung und schauen das Wetter nach. Am Sonntag wird’s schön. Vorher weniger. Fußball beginnt. EM. Und ja. Barack Obama for president. Bitte. Ansonsten fällt Amerika aus die nächsten Jahre. Es muss mal ein Demokrat her. Sonst, entschuldigung, seid ihr wirklich selbst schuld. Ich betreibe Recherche für das Projekt. Gehe mit dem Diplomaten Mittagessen. Sehr nett und interessant. Wir machen Pläne für die nächste Woche. Tennis spielen und Freitag abend mal treffen. Seems nice. Gegen Feierabend telefoniere ich mit Deutschland und Österreich. Mirjam fehlt hier in Brüssel. We’re staying in contact, mais ce n’est pas le même. Abends erstmal nach Hause und dann zu Charlotte und Manel. Auf ein Bier zum Place Lux. Es regnet. Den ganzen Tag schon. Sonne wäre mal angebracht. Wir gehen noch auf weitere Drinks in Richtung Börse. In eine Bar. Dann noch zu St. Boniface. Ultime Atom. Dann beschließe ich nach Hause zu gehen. Leider zu wörtlich, da Linie 2 anscheinend doch nicht bis 1 uhr fährt. Wieder was gelernt.
Samstag: 07.06.08
Tag der offenen Tür. Ich schlafe lange. Mache mich dann auf den Weg in die Stadt. Rue Neuve. Ein paar Schuhe und einen ipod. Danach zum Europäischen Rat. Alle Institutionen haben heute zur Besichtigung offen. Die anderen haben schon eine Führung. Ich warte auf sie. Christoph in slowenischer Tracht. Danach noch kurz in die Kommission. Messeatmosphäre. Zu voll. Wir beschließen zu gehen. Noch ein Abstecher ins Parlament. Pläne für den Abend. Fußball und Party. Daraus wird aber nichts. Zu Hause. Bauchkrämpfe und Übelkeit. Anne bleibt leider im Bett. Wird alles abgesagt. Amusement ohne mich. Tina kümmert sich reizend um mich. Danke. Ich versuche zu schlafen. Geht nur im sitzen. Gegen 2 Uhr wird’s besser.
Sonntag: 08.06.08
Gott sei dank wieder besser. Ich kann zumindest wieder leben. Zwieback, Tee und Suppe. Die Sonne scheint. Ich muss raus. Fußball heute abend. Vorher Sonne genießen. Am besten im Parc Cinquantenaire. Schön isses. Auf der grünen Wiese. Danach ins Irish Pub an der Börse. Erinnert an Mainz. Die armen Österreicher. Deutschland gewinnt zu Recht. Und aggressive Polen sind nun mal überhaupt nicht mein Fall. Erst Recht nicht wenn sie deutsche Schals verbrennen. Schwachsinnig und unnötig. Die können gleichmal nach Hause fahren. So.
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Juni 9, 2008 at 5:26
Huhn?