In der die Schwester kommt. Wir Peaches sehen. Ich telefonieren übe und versuche in der Chanel Boutique nicht allzu deplaziert zu wirken. Vraiment correct et important: you know theres otha fish in the sea that is.

Dienstag: 13.05.08

Wieder mal arbeiten. Nach langer Pause. Projekt „No need for two seats“ findet seine Fortsetzung. Ich telefoniere 120 Lokalredaktionen Deutschlands ab und frage nach Chedfredakteur und E-Mailadresse. Denn an all diese geht ein Brief mit Infomaterial raus. FDP im EP will keine zwei Sitze des Parlaments. Brüssel reicht. Denn kostet 200 Millionen jedes Jahr, ist Zeitverschwendung und Umweltverschmutzung. Zurecht. Die Grünen haben dazu im Bundestag was eingereicht. FDP unterstützt das und will aber selber auch. Ich bereite alles vor. Dann nach Hause. Nicht mehr viel los mit mir. Nach dem Wochenende brauch ich auch erstmal ne Pause.

Mittwoch: 14.05.08

Noch ein Tag. C’est ma soeur qui arrive dans quelques heures. Ich telefoniere mit ihr. Wir freuen uns. Ich arbeite. Stressy. Alles muss gleich und jetzt sein. Recherche. Termine etc. Was genau hab ich leider vergessen. Aber nichts großartig aufregendes au moment. Abends nach Hause. Ich will noch was machen. But nobody available. Music it is. And songs. Music and lyrics haha.

Donnerstag: 15.05.08

Extra schick. Schwester kommt. Ich mache die Briefe fertig. 120 Stück. Drucken und zum unterschreiben präparieren. Dauert lange. Lou kommt gegen 4. Schlüsselaustausch vorm EP. Sie macht sich alleine auf den Weg in die Rue de l’escadron. Parfait mademoiselle. Ich arbeite zu Ende. Gehe später nach Hause. Wir essen belgische Supermarktprodukte und jemand ist davon genauso begeistert, wie ich am Anfang. I knew you would like it. Es gibt Judas Bier. Und belgische Straßen bei Nacht. Wir machen noch einen kleinen Spaziergang nach Merode. Schön ist es. An Katzen und Klettergerüst vorbei. An schönen Häusern und traumhaften Wohnungen. Nach Hause. Schlafen.

Freitag: 16.05.08

Bonne anniversaire cherie. Es gibt tolles Frühstück im Zimmer. Tintin et Milou als Geschenk und einen freien Eintritt ins Europäische Parlament. On prend le metro. Und stöckeln zum EP. Adam lässt die Lou freundlicherweise rein. Sie bekommt einen Tagesbadge. Geht aber erst in die Stadt. Musée des Beaux Arts. Und ich Bureau de Bon Travail. Ha. Ich mache die Briefe fertig und delegiere die Arbeit. Zumindest ein bisschen. Denn heute will ich eher gehen. Ich begebe mich auf die Odyssee nach DINA4 Briefumschlägen mit Fenster auf der linken Seite. Schwieriger als gedacht. Aber jetzt kenne ich wenigstens alle papelerien im Umkreis des EP. Herzlichen Glückwunsch. Lou kommt um 1 Uhr. Wir gehen mit Basel Mittagessen. Très gentil. Danach zeige ich ihr das EP. Wir machen eine kleine Tour. Sie lernt meine Kollegen kennen und darf als Höhepunkt mir bei der Arbeit helfen. System entwickeln und in Rekordzeit Briefe und Tüten packen. Thanks again. So hast du dir deinen Geburtstag bestimmt vorgestellt. Hehe. Gegen 5 nach hause. Was essen. Anhübschen. Weiter geht’s. Wir entdecken den Grand Place bei Nacht und finden das Goupil le fol. Der verrückte Fuchs oder ähnlich. Großartiges Etablissement. Mit leckerem Vin au fruit. Danach ab nach Botanique. Peaches wartet. Leider nicht auf uns. Aber wir sehen noch den grandiosen Schluss. Immerhin. 2 nahezu Minderjährige Jungs beschaffen uns im größten Regen ein Taxi und heben die Stimmung. Nicht absichtlich. Aber wir beide amüsieren uns prächtig. Jemand spricht auf einmal auch besser französisch als gedacht. Hände und Füße eingeschlossen. Tres chouette.
At home. Schlafen.

Samstag: 17.05.08

Schon wieder früh aufstehen. Gut frühstücken im Pain quotidien. Danach. Extrem shopping. Im Extrem Regen. Erste Station. Rue de Waterloo. Designer. Schön von außen. Chanel sogar von innen. Da kann man nichts machen, wenn man schon die Tür aufgehalten bekommt, da muss man einfach rein. Anfassen trauen wir uns aber nicht. Weiter zu Arne Quinze. Der mit Barbara Becker liiert ist, somit an Attraktivität verliert und anscheinend doch nicht wie eine französische 15 ausgesprochen wird. An porte namur besichtigen wir die üblichen verdächtigen. H&M. Etam. Zara. Mango. Weiter Richtung Innenstadt zu den Second Hand Läden. Es gibt ne Menge. Tolle Kleider für uns. Im letzten werden wir überrascht. Auf der Straße beginnt plötzlich die belgian lesbian and gay pride. Wir bekommen alles mit. Sehr lustig. Nicht so riesig wie der christopher street day aber immerhin. Die ganze Innenstadt ist mal wieder auf den Beinen. Überall Musik, Herzchen, Konfetti und tanzende Leute. Für uns gibt’s Mojito und Frites am Nachmittag. Besser könnte es gar nicht sein. Wir tanzen. Und gehen irgendwann heim. Roman hat zur PizzaParty geladen. Mit echtem Italiener. Mirjam kommt vorher vorbei und dann mit. Wir kaufen noch Getränke als Gegenleistung. Der Italiener ist nicht schlecht. Die Pizza lecker. Gibt sogar was für végétariennes comme nous. Wein des Abends wird der Chardonnay vom letzten Jahr aus dem guten Delhaize. Beaucoup de gens. It’s funny and multicultural and international. On s’amuse vraiment bien. Erwachsen. Doch leider auch schon gegen 1 zu Ende. Wir wollten nicht mehr zur Autoworld Party und gehen lieber singend nach Hause. Merci.

Sonntag: 18.05.08

Der Markt fällt für uns aus. So auch Tour 5 des Führers. Lieber schlafen wir lange, denn müde ist ein furchtbarer Dauerzustand. Langsam aufstehen. Erste Aktion. Beusch des Horta Museums. Art nouveau Architekt Anfang des 20. Jahrhunderts. Mirjam, Lou und ich und ein wunderschönes Haus. Der Wahnsinn. Man beachte die Bilder. Kann ich allen nur empfehlen. Ein wirkliches Gesamtkunstwerk. Eine wahnsinnige Detailverliebtheit. Diese Farben, Formen, Stoffe..der Garten, der Wintergarten! Unglaublich. Muss man gesehen haben. Nach einer guten dreiviertelstunde dauerstaunen wieder draußen. Zu Mamma Roma. Einmal die Woche muss schon sein. Lecker Pizza. Danach zum Grand Place. Galérie anschauen. Waffeln essen. Und ganz wichtig. Am Nachmittag ein Bier im Delirium trinken. Auch in peinlichen Gläsern. Auswahl aus 2000 sorten ist nicht so einfach. Wir bestaunen noch berühmte chocolatiers und schleppen uns nach Hause. Der Abendplan wird dreimal umgeworfen. Und endet schließlich bei knabberspaß eis und bier im bett mit unglaublich trashigen Filmen. Gut wars. Pop goes my heart.

Montag: 19.05.08

Früh aufstehen. Wochenende ist leider vorbei. Sehr sehr gut war dieses. Lou verlässt mich gegen kurz nach 7. Kommt gut am Flughafen an und wieder nach Hause. Eventuell bis bald kleine Pummi. Ich gehe arbeiten. Relativ ruhig heute. Strasbourg Woche. EP ist leer. Weniger Stress. Halbwegs entspannt. Ich recherchiere, verschicke nun endlich die Briefe. Gehe mit Adam Mittagessen und bald, mal pünktlich nach Hause. Räume mein Zimmer auf. So sauber wars noch nie. Und putze den Rest. Surfe im Netz und entdecke das angeblich frauenfeindliche Spiel „Miss Bimbo“. Haha. Das beschäftigt mich den Abend. Wer langeweile hat…probierts aus. Die Zeit warnt minderjährige davor. Kann Ess- und Verhaltensstörungen hervorrufen. Enjoy.

Dienstag: 20.05.08

Normaler Arbeitstag. Ich mache den üblichen Kram. Telefoniere. Sage ab. Schreibe Geburtstagsbriefe. Melde mich mit Basel für ein Event an. Im Verbindungsbüro des Deutschen Bundestages. Zwei Franzosen berichten über die Ziele der bevorstehenden französischen Ratspräsidentschaft. Ich höre mir alles an. 2 Stunden lang. Tout en francais. Et suprisement je comprend presque tout. Supercool. Das macht Spaß. Danach gehen wir noch auf ein Feierabendbier (2für1 in der happy hour) auf den Place Lux. Anekdote des Tages. Beim Eintreten heute morgen ins EP löst mein Gürtel wie immer den Metalldetektor aus. Ich sage zum netten security mann, der presque tous les jours derselbe ist: C’est la ceinture. Lui: Ah c’est la ceinture? Le papillon? Moi: Oui. Wenn die Security ohne ihn zu sehen weiß, welchen Gürtel ich trage, dann arbeite ich entweder schon zu lange hier oder trage diesen Gürtel zu oft. Danach hab ich mich erstmal totgelacht. Gute Nacht.